Strategie Update November 2025

November 2025: Geht der Rallye die Puste aus?

Rhein Asset Management | Strategie Update November 2025
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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

Unser Aktienfonds „RAM Equity Smart Global“ beendete den Monat Februar mit einer Wertentwicklung von -3,92% (YTD per Ende Februar -0,37%) und unser Mischfonds „SARA Global Balanced“ gab um -1,06% nach (YTD per Ende Januar +1,69%).

Highlights

  • US-Berichtssaison erneut über Erwartungen.
  • K-Förmige Wirtschaftsentwicklung: Wachstum primär von KI-Capex getragen.
  • Inflation wächst stärker als Löhe am unteren Ende der Einkommensspanne.
  • Offenmarktausschuss der FED gespalten über zukünftigen Kurs.

Unser Aktienfonds „SARA Global Equities“ beendete den Monat August mit einer Wertentwicklung von +3,77% (YTD per Ende Oktober -1,11%), unser Mischfonds „SARA Global Balanced“ konnte um 2,68% zulegen (YTD per Ende Oktober 4,50%).

THEMA DES MONATS: Geht der Rallye die Puste aus

Die Aktienmärkte haben sich seit dem Liberation-Day-Schock sehr positiv entwickelt: Der S&P 500 stieg bis Ende Oktober um 16,30 %, der Nasdaq 100 sogar um 23,06 %. Zuletzt verlor die Rallye an Schwung und Zweifel kamen auf. Die Entwicklung wurde bislang von soliden Unternehmenszahlen und der Hoffnung auf weitere positive Überraschungen bei den Monetarisierungserfolgen im KI-Bereich getragen, begleitet von immer ambitionierteren Prognosen. Auch die Berichtssaison des dritten Quartals bestätigte die starke Entwicklung mit zahlreichen beeindruckenden Unternehmenszahlen, die insgesamt deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen. So lag beispielsweise der Cloud-Umsatz von Microsoft, Alphabet sowie Amazon Web Services bei beeindruckenden 79 Mrd. USD für das dritte Quartal – eine Steigerung von 26% gegenüber dem Vorjahr. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr belaufen sich die Cloud-Umsätze dieser drei Unternehmen auf 316 Mrd. USD. Natürlich machen die erheblichen KI-Investitionen nur Sinn, wenn am Ende nicht nur die Cloud-/KI-Firmen profitieren, sondern die gesamte Volkswirtschaft. Dies zu bewerten ist schwierig, jedoch sind wir grundsätzlich optimistisch.

Der Erfolg der cashflow-starken KI- und Big-Tech-Unternehmen wirft jedoch einen Schatten auf mehrere strukturelle Probleme, die sich in der US-Wirtschaft zunehmend abzeichnen. So berechnete der Harvard-Ökonom J. Furman, dass das reale BIP der USA im ersten Halbjahr – bereinigt um die Branchen Informations- und Datenverarbeitung sowie Software – lediglich um annualisierte 0,1 % gegenüber dem Jahresanfang gewachsen ist. Dieser Wert liegt deutlich unter den Zahlen, die das „US-Bureau of Economic Analysis“ für das erste und zweite Quartal veröffentlicht hat. Eine plausible Erklärung ist, dass – anders als die dem Dienstleistungssektor zuzurechnenden IT-/Software-Unternehmen – die meisten Warenhersteller und -händler stärker unter den Zöllen leiden und diese bisher nicht vollständig an die Verbraucher weitergeben konnten.

Zwar ist die rückläufige Inflationsrate von 3 % gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich erfreulich, dennoch bedeutet sie für Verbraucher weiterhin eine zusätzliche Belastung gegenüber den bereits stark gestiegenen Preisen der vergangenen Jahre. Hinzu kommt, dass das reale Lohnwachstum der unteren Einkommensgruppen inzwischen unter der Inflationsrate liegt. In den Konsumdaten spiegelt sich diese Entwicklung nicht wider – wenig überraschend, da die oberen 60 % der Einkommensbezieher je nach Quelle für rund 80 % des Konsums verantwortlich sind und von diesen Belastungen weit weniger betroffen sind.

Jerome Powell kündigte in der Pressekonferenz der jüngsten Sitzung eine Zinssenkung an und betonte zugleich, dass weitere Schritte offen sind und keinesfalls bereits beschlossen wurden. Zudem verwies er darauf, dass die Ansichten im Offenmarktausschuss hinsichtlich einer möglichen Zinssenkung im Dezember deutlich auseinandergehen. Diese Uneinigkeit könnte einerseits auf das Fehlen aktueller Wirtschaftsdaten infolge des Government-Shutdowns zurückzuführen sein, verdeutlicht andererseits aber auch grundlegende Unterschiede in den wirtschaftlichen Einschätzungen der Ausschussmitglieder.

Zieht man ein Fazit aus dieser Gemengelage, hat sich das Risiko einer Marktkorrektur, in der diese verschiedenen Faktoren eingepreist werden, deutlich erhöht. Aufgrund der zahlreichen Unklarheiten und fehlenden positiven Impulse erwarten wir kurzfristig eine seitwärts verlaufende Marktentwicklung mit größerer Schwankungsbreite.

STRATEGIEKOMMENTAR: Oktober

Im Oktober entwickelten sich unsere Vermögensverwaltungsmandate in allen Risikoklassen deutlich positiv. Die Entwicklung profitierte insbesondere von unseren Positionen in Technologieaktien, dem gestiegenen Goldpreis sowie der positiven Performance im Bereich der Wandelanleihen. Viele Technologieunternehmen übertrafen in der Berichtssaison die Analystenerwartungen und kündigten umfangreiche Investitionen in weiteres Wachstum an, was zusätzliche positive Impulse lieferte. Zugleich setzte sich die Sektorrotation von defensiven hin zu wachstumsorientierten Bereichen fort.

Auf der Aktienseite stachen vor allem unsere Positionen im Bereich zyklischer Konsum (u. a. Amazon und MercadoLibre) positiv hervor. Werte des Finanzdienstleistungssektors schnitten hingegen schwächer ab. Im Rentenbereich verzeichneten wir in allen Segmenten leichte positive Wertbeiträge. Im Oktober schwankten sowohl die Risikoaufschläge für Bonitätsrisiken als auch die Zinsstrukturkurven in den von uns allokierten Regionen nur geringfügig.

Im Oktober haben wir Luxusgüter erneut in die Portfolioallokation aufgenommen. Vielversprechende Konsumdaten der oberen Einkommensgruppen in den USA sowie die Erwartung einer zunehmenden Konsumbereitschaft in China sind die Hauptgründe für diese Positionierung.

MAKRO Auf einen Blick

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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

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Quelle: Bloomberg LLP, Eigene Berechnungen, Stand 11/25

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